Einiges zur Geschichte des Karl-Schwarzschild-Observatoriums

Vorgeschichte des Karl-Schwarzschild-Observatoriums

Fertigstellung und Inbetriebnahme des 2m-Spiegelteleskops

Auszug aus der Chronik des Karl-Schwarzschild-Observatoriums


Vorgeschichte des Karl-Schwarzschild-Observatoriums

Der Grundgedanke zum Bau eines Großteleskopes in Deutschland entstand schon Ende der 30er Jahre durch den Astronomen Guthnick, der damals bereits Gespräche mit dem Jenaer Zeisswerk führte.

1939 hatte auch der Astronom Kienle in einer Rede vor der Göttinger Akademie der Wissenschaften die Forderung zum Bau größerer Teleskope erhoben.

"Spiegelteleskope von 60-80 Zoll Öffnung, die jenseits des Ozeanes in größerer Zahl teils schon arbeiten, teils in aller nächster Zeit ihrer Bestimmung übergeben werden, gehören zur Normalausrüstung einer Sternwarte, wie im vorigen Jahrhundert der 6-zöllige Meridiankreis und der 10-15-zöllige Refraktor.".

In einem Beitrag in der Applikationszeitschrift der Firma Carl Zeiss JENA
"Jenaer Rundschau" (5.Jg., Heft 5, Oktober 1960) schrieb Kienle:

"Wir standen 1946/47, als die ersten Überlegungen über den Bau eines neuen Spiegelteleskops als Ersatz für den Babelsberger 122-cm-Reflektor angestellt wurden, vor folgender Situation: die Fortführung der Potsdamer und Babelsberger Tradition der spektrographischen und lichtelektrischen Arbeiten erforderte einen Parabolspiegel mit Newton-, Cassegrain- und möglichst auch Coudé-Einrichtung; das Aufgreifen von Problemen der Struktur der Milchstraße, der Sternhaufen und der außergalaktischen Objekte machte die Aufstellung eines großen Schmidt-Teleskops wünschenswert. Da für die Hamburger Sternwarte die Beschaffung eines großen Schmidt-Spiegels (80:120:240) zu jener Zeit bereits in greifbare Nähe gerückt war, lag der Gedanke nahe, unsererseits ein "klassisches" Spiegelteleskop mit mindestens 200 cm Öffnung zu schaffen und die beiden Instrumente in Analogie zum Mt. Palomar nebeneinander an einem für astronomische Beobachtungen möglichst günstigen Ort aufzustellen.
Es war die Zeit, da wir uns noch der Illusion hingaben, gesamtdeutsch planen zu dürfen. Wie aber, wenn die am Horizont sich bereits drohend abzeichnende Zweiteilung Deutschlands die Verwirklichung eines solchen Planes unmöglich machte und wir im Osten ganz auf uns selbst gestellt sein würden? Da mit einer Bauzeit von mindestens 6 bis 7 Jahren gerechnet werden mußte und da wir bei aller Großzügigkeit der Wissenschaftsplanung uns auf den Bau eines einzigen großen Spiegelteleskops beschränken zu müssen glaubten, standen wir vor der Frage: "Wo werden in 10 Jahren die Probleme liegen, zu deren Lösung wir bzw. die nachwachsende Generation beitragen möchten? Werden wir dann lieber ein Newton-, Cassegrain-, Coudé- oder ein Schmidt-Teleskop haben wollen?" Von der Antwort auf diese Frage hing die Entscheidung ab, ob der Hauptspiegel von 200 cm Durchmesser sphärisch oder parabolisch geschliffen werden sollte.
Um diese Entscheidung vorzubereiten, wurde den theoretischen Optikern bei Zeiss die Frage vorgelegt: "Lassen sich die Eigenschaften eines klassischen Newton-Cassegrain-Coudé- Teleskops auch verwirklichen, wenn der Hauptspiegel sphärisch ist?" Die Antwort war positiv in dem Sinn, dass die Strahlenvereinigung im Cassegrain- und Coudé-Fokus durch stärkere Deformation der entsprechenden Sekundärspiegel erreicht werden könnte, während für den Newton-Fokus ein Korrektions-Linsensystem eingeführt werden müßte. Damit stand fest: Wählten wir einen Parabolspiegel als Hauptspiegel, dann waren wir von vornherein beschränkt auf die Beobachtung von Einzelobjekten, denn das Prinzip der Schmidt-Korrektionsplatte läßt sich auf den Parabolspiegel nicht übertragen. Gingen wir dagegen von einem sphärischen Spiegel aus, dann konnte die Entscheidung über die Zweckbestimmung des Instruments auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, zu dem sich die Problemlage vielleicht besser übersehen ließe..."

Diese Aussage war die Grundlage für den Antrag von Kienle an die Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Auf diesen Antrag hin vergab die Deutsche Wirtschaftskommission in Berlin am 29.06.1949 den Auftrag zur Entwicklung und den Bau eines 2-m-Universal-Spiegelteleskopes an Carl Zeiss, Jena. Unter Leitung von Alfred Jensch begannen noch im selben Jahr die Entwicklungsarbeiten. Aufgrund seiner Begeisterung für die Astrogerätetechnik von Jugend an und seinen Erfahrungen, die er unter Anleitung von Cuno Hoffmeister in Sonneberg erworben hatte, konnte er als Mann der ersten Stunde die Konzeption des Teleskops entscheidend prägen und wie ein Chefingenieur das zehnjährige Projekt begleiten.

Am 14.06.1956 gründete das Plenum der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin das Direktorium zum Bau des 2-m-Spiegelteleskopes unter Leitung von Kienle, dem weiterhin angehörten: Görlich (Zeiss Jena), Heckmann (Hamburg), Lambrecht (Jena), Wellmann (Hamburg), Wempe (Potsdam) sowie Hoffmeister (Sonneberg). Die Aufgaben bestanden im Aufbau eines geeigneten Observatoriums für das in der Entwicklung befindliche 2-m-Spiegelteleskop.

Nicht entschieden war zum damaligen Zeitpunkt der Aufstellungsort für das Teleskop. Bei der Suche nach einem geeigneten Standort ging das Direktorium von 3 Hauptforderungen aus, 

Als Standorte waren zunächst im Gespräch:

Durch die Trennung Deutschlands fiel die Entscheidung für Tautenburg durch folgende Faktoren:

Auf Veranlassung des Präsidiums der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin wurden deshalb vom Institut für Bodendynamik und Erdbebenforschung Jena vom 04.06. bis 08.06.1957 im Tautenburger Forst, am vorgesehenen Standort für das Teleskop, Erschütterungsmessungen durchgeführt. Das Ergebnis der Messungen, die in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung durchgeführt wurden, bestätigte die Eignung des vorgesehenen Standortes.

Ende 1957 erfolgte der Baubeginn. Zunächst mußte vom Ort Tautenburg zum geplanten Standort eine 1,5 km lange Fahrstraße gebaut werden, danach wurde mit dem Bau des Kuppelgebäudes, des Wohnhauses des Direktors, des Wirtschaftsgebäudes und der technischen Betriebsstätte begonnen. Das Direktorium überwachte die Arbeiten bei Zeiss sowie in Tautenburg und überzeugte sich regelmäßig vom Fortgang der Arbeiten.

Baustelle Kuppelgebäude
Direktorium v.l.: Hoffmeister, Kienle, Görlich, Lambrecht, Dr. Richter

 

 

 

Fertigstellung und Inbetriebnahme des 2m-Spiegelteleskops

Am 20.07.1960 war nach der Werksabnahme des Teleskops der Abbau des Gerätes bei Zeiss beendet. Bereits am 14.07.1960 wurden der Gabelfuß und ein Holm nach Tautenburg gebracht und dort bis zur Montage unter Planen im Freien gelagert. Der Transport des Hauptschaltpultes erfolgte am 21.07.1960 und am 25.07.1960 begannen die Montagearbeiten in Tautenburg. Gleichzeitig wurde an der Kuppel, dem Spiegelaufzug, den Ölpumpen und der Elektroanlage gearbeitet. 

Werksabnahme 2m-Teleskop in der Montagehalle
Überwachung der Bauarbeiten, v.r.: Wempe, Schrade, Beck (hinten), Kienle, Kittler

Zusätzlich waren noch Maler- und Tischlerarbeiten im Gange, das Chaos war groß. Am 01.08.1960 waren die Arbeiten an der Beobachtungsbühne abgeschlossen, so dass am gleichen Tage noch die Abnahme stattfand. 

Anhängen der Stundenachse
... und Absenken in den Kuppelspalt

Vom Zeiss-Südwerk erfolgte am 18.08.1960 der Transport der Stundenachse mit Kugelzone nach Tautenburg. Um 13:45 Uhr ist das Aufsetzen der Stundenachse auf dem Nord- und Südlager abgeschlossen. Mit Spannung wurde am 23.08.1960 die erste Drehung der Stundenachse auf den Öldruckkissen erwartet. Bereits am nächsten Tag (24.08.1960) erfolgte das Ansetzen der Schnecken am Stundenrad und am 26.08.1960 die Sockelfußmontage auf die Stundenachse. Das Aufschrauben des Gabelholmes auf den Sockelfuß war am 01.09.1960 beendet. 

Abbau des Kranes

Am Morgen des 06.09.1960 um 03:00 Uhr begann bei Zeiss der Transport des Rohrkörpers nach Tautenburg und um 12:00 Uhr war er in Tautenburg bereits auf die Gabel montiert. Am 12.10.1960 wurde der Hauptspiegel mit Fassung nach Tautenburg gebracht und montiert. Die Kuppelbauer von Zeiss beendeten ihre Arbeiten am 16.10.1960. Am 18.10.1960 übergab der Werkdirektor von Carl Zeiss, Dr. Schrade, das Teleskop an Dr. Richter, der inzwischen zum Leiter ernannt wurde und von Sonneberg nach Tautenburg gezogen war. Am 19.10.1960 wurden um 11:00 Uhr die letzten Arbeiten an der Beobachtungsbühne beendet und um 14:30 Uhr erfolgte in einem feierlichem Akt die offizielle Einweihung. Die Einrichtung erhielt auf der Grundlage des Vorschlages des Direktoriums den Namen "Karl-Schwarzschild-Observatorium". 

Feierliche Einweihung des Observatoriums

Mit der Übergabe des Teleskops hatte das Jenaer Carl-Zeiss-Werk seinem Weltruf alle Ehre gemacht. Mit dem 2m-Universal-Spiegelteleskop entstand die größte Schmidt-Kamera der Welt mit einer Brennweite von 4m und einer Korrektionsplatte von 134 cm Durchmesser. Weiterhin sind im Teleskop ein Cassegrain-System mit einer Brennweite von 21m und ein Coudé-System mit einer Brennweite von 92m verfügbar.

Die Gesamtmasse des Teleskops beträgt 65 Tonnen, der Rohrkörper, der innerhalb der Gabel um die Deklinationsachse geschwenkt werden kann, hat eine Masse von 26 Tonnen. Das Lager der Stundenachse ist als Kugelschale ausgebildet, der Mittelpunkt ist gleichzeitig der Schwerpunkt des Gerätes. Die Kugelzone wird von 2 Öldruckkissen getragen, in die mit einem Druck von 20 bar Öl gedrückt wird. Der Ölfilm hat eine Stärke von etwa 0,05 mm. Die über dem Teleskop befindliche 20m-Kuppel hat eine Masse von 180 Tonnen mit einem Spalt von 5m Breite und wird von 4 Motoren mit einer Leistung von je 4 kW angetrieben.

Nach Fertigstellung des Teleskopes und der Gebäude hatte die Akademie der Wissenschaften zu Berlin folgende Kosten aktiviert. Gesamtkosten: 13.232.615,16 DM (Deutsche Mark der Deutschen Notenbank Berlin, nicht DM der Bank Deutscher Länder/Bundesbank), davon entfielen auf: 

Entwicklungskosten für das Teleskop4.923.673,78 DM
Baukosten Teleskop2.972.660,27 DM

Kuppel

 
1.812.075,84 DM
Kuppelgebäude   969.560,48 DM

Eingangsgebäude

   253.370,13 DM
Wirtschaftsgebäude   241.103,89 DM

Direktorenwohnhaus 

   197.398,08 DM
Klimaanlage   227.370,37 DM

Zentrale Anlagen
(Be- u. Entwässerung, Elektroanlage,
Elektrozuführung, Grünanlagen, Straßen) 

1.635.402,32 DM 

Mit der feierlichen Einweihung war die Beobachtungsmöglichkeit noch nicht gegeben, denn in der Zeit vom 20.10.1960 bis zum 15.11.1960 wurden noch Nach- und Justierarbeiten durchgeführt. Am 16.11.1960 war es dann soweit, ab 16:00 Uhr waren Prof. Kienle, Dr. Richter und Herr Seyfarth (KSO) in der Kuppel, es wurde zum 1. Mal beobachtet. 

H. Löchel (KSO) begutachtet mit Westphal (CZ) die Schmidtplatte
Kittler (CZ, 1.v.r.) übergibt Filter an Kienle (3.v.l.), weiter v.l.: Bartl, Elsässer

 

 

 

Auszug aus der Chronik des Karl-Schwarzschild-Observatoriums

29.06.1949                  Auftrag zum Bau des 2-m-Universal-Spiegelteleskopes an Carl Zeiss, Jena.
1957 Beginn der Erschließungsarbeiten in Tautenburg. 
19.10.1960 Feierliche Übergabe des Teleskops. 
16.11.1960 Erste Himmelsaufnahmen im Schmidt-Fokus (Aufnahme Nr. 4: M31). 
1961












 Das endgültige Statut des Karl-Schwarzschild-Observatoriums wird beschlossen. Damit wurde auch das "Direktorium" in ein "Kuratorium" mit folgenden Mitgliedern umgewandelt: 
  • Görlich (Jena) 
  • Haffner (Hamburg) 
  • Heckmann (Hamburg) 
  • Hoffmeister (Vorsitzender, Sonneberg) 
  • Kienle (Heidelberg) 
  • Lambrecht (Jena) 
  • Richter (Tautenburg) 
  • Wellmann (München) 
  • Wempe (Potsdam) 
20.01.1962  Das Kuratorium beschließt den Bau eines Irisblendenphotometers. 
Feb 1963

 Beginn der Konstruktionsarbeiten für einen Coudé-Spektographen bei Zeiss. Die Lieferung ist für Ende 1963 vorgesehen, der Cassegrain-Spektrograf soll Mitte 1964 geliefert werden. 
Nov 1964

 Die Montage des Cassegrain-Spektrografen ist abgeschlossen und die erste Erprobung erfolgt. Die Ergebnisse sind nicht zufriedenstellend. Das Kuratorium beauftragt Prof. Wellmann, ein Gutachten zu erstellen.
  Zeiss hat mitgeteilt, dass im Februar 1965 ein lichtelektrisches Photometer für das Cassegrain-System geliefert wird, welches Messungen in 5 Farbbereichen gestattet. 
19.01.1965  Das Irisblendenphotometer wird aus Ilmenau geholt und zur Erprobung in Betrieb genommen. 
19.10.1965 Sitzung des Kuratoriums und Sonderkolloquium aus Anlaß des 5-jährigen Bestehens des Karl-Schwarzschild-Observatoriums. 
Aug 1966  Cassegrain-Spektrograf wird endgültig übergeben. 
Jun 1967  Das lichtelektrische Sternphotometer wird in Betrieb genommen. 
Mrz 1968  Zeiss Jena übergibt den Coudé-Spektrografen. 
Mai 1969  Himmelshelligkeitsmonitor (Belichtungsmesser) am Leitrohr für Schmidt-System in Betrieb genommen. 

Mitte 1969 






 

Gründung des Zentralinstitutes für Astrophysik (ZIAP) mit Hauptsitz in Potsdam. 

Im ZIAP wurden vereinigt: 

  • die Abteilung Sternphysik des Astrophysikalischen Observatoriums Potsdam 
  • die Sternwarte Sonneberg 
  • das Institut für relativistische und extragalaktische Forschung Babelsberg 
  • das Karl-Schwarzschild-Observatorium Tautenburg
Sep 1969  Montage, Justierung und Inbetriebnahme eines Universal-Astro-Gitter-Spektrografen von Zeiss Jena (UAGS). 
10.07.1972  Prismatische Schmidtplatte wird geliefert. 
Aug 1972  Anbau eines Coudé-Belichtungsmessers. 
1973  Es erfolgt eine Neubelegung der Kuppel mit Aluminiumblech und Anstrich mit PUR-Lack (weiß). 
01.02.1975  Prof. Richter scheidet wegen Erreichen der Altersgrenze aus und Dr. Marx wird Direktor. 
Jul 1976  Für das Schmidt-System wird ein in eigener Werkstatt gebauter Belichtungsmesser zur Nutzung übergeben. 
Jul 1979  Der Cassegrain-Spektrograf wird abgebaut und für immer außer Betrieb genommen. 
1981           Die 2. Variante des Irisblendenphotometers geht in die Erprobung.
1985 Der ursprüngliche Hauptspiegel wird durch einen Sitallspiegel von CZ Jena ersetzt. 
1986 Die Gegen- und Ablenkspiegel werden ebenfalls durch Sitallspiegel ersetzt.
1990 Beginn der Arbeiten für Taumok einschließlich des Aufbaus der CCD-Technik.
05.11.1991       Beschluß der Landesregierung zur Gründung der Thüringer Landessternwarte "Karl-Schwarzschild" Tautenburg zum 01.01.1992 als Einrichtung des öffentlichen Rechts. 
01.01.1992
 

 Gründung der Thüringer Landessternwarte. Prof. Marx wird kommissarischer Direktor. 
Die Thüringer Landessternwarte Tautenburg unterhält zeitlich befristet ein Außeninstitut in Sonneberg (Thüringer Landessternwarte Tautenburg, Außenstelle Sonneberg).
1992 Erste Aufnahme mit CCD-Kamera am UAGS. 
16.06.1992
 
 Aus Anlaß des 80. Geburtstages des Konstrukteurs des Teleskopes erhält das Teleskop den Namen "Alfred-Jensch-Teleskop"
28.07.1992   Bauantrag für ein Lager- und Forschungsgebäude. 
1994 Rekonstruktion Teleskop Stufe 1 durch Carl Zeiss Jena. 
01.07.1994 Prof. Solf wird Direktor der Thüringer Landessternwarte. 
Nov 1994 Anschaffung eines Plattenscanners, der allerdings viel Nacharbeit in den eigenen Werkstätten benötigte. 
31.12.1994  Schließung der Außenstelle Sonneberg. 
1994 Erste Anbindung der Landessternwarte Tautenburg ans X.25-Wissenschaftsnetz via Datex-P mit 9.6 kbit/s. 
Feb 1995  Erster Einbau TAUMOK. 
Mrz 1995 Echelle-Spektrograf, der in unseren Werkstätten entwickelt und gebaut wurde, wird in Betrieb genommen. 
20.06.1995 Grundsteinlegung für das Vorhaben "Neubau Lager- und Forschungsgebäude".
Mitte 1995 TV-Leiteinrichtung Coudé im Kameraraum installiert. 
Mai 1996 Erste Inbetriebnahme einer CCD-Kamera im Schmidt-Fokus. 
01.12.1996 Erweiterung des Internetzugangs auf 128 kbit/s (B-WiN, Uni Jena) 
Mitte 1997 TV-Leiteinrichtung und Echelle-Spektrograf sind gemeinsam vom Beobachterraum bedienbar. 
Jul 1997  Der Plattenscanner zur Digitalisierung von Photoplatten geht in den Routinebetrieb.
02.07.1997 Einweihung "Neubau Lager- und Forschungsgebäude" ( 12 )
1997 Rekonstruktion Teleskop Stufe 2 durch Carl Zeiss Jena. 
31.01.1998 Vorerst letzte Schmidtaufnahme (Nr. 9213) auf Photoplatte. 
Feb 1998 Erweiterung des Internetzugangs auf 2 Mbit/s (B-WiN, Uni Jena) 
Okt 1998


 CCD-Kamera im Schmidt-Modus erstmals im Einsatz
SiTE-Chip 2kx2k (24 μm2 Pixelgrösse).
Dewar 2k × 2k im Primärfokus 
09.12.1998  Errichtung des 46 m hohen Gittermastes für die 2 Mbit/s-Richtfunk- Datenverbindung ( 1, 2, 3 )
Jan 1999 Nachführung am Leitrohr mittels TV-Leiteinrichtung von Beobachterraum möglich. 
1999  Konstruktion und Aufbau des Nasmyth-Spektrografen. 
Okt 1999 Prof. Solf scheidet aus Altersgründen als Direktor aus, Dr. Meusinger übernimmt das Amt kommissarisch. 
01.02.2000

   Inbetriebnahme des Nasmyth-Spektrografen.
Beschreibung des Nasmyth-Spektrografen 
Mrz 2000   Ausbau des Hauptspiegels zur Neubelegung bei Carl Zeiss Jena.
Aug 2000

  Der nunmehr fünfte Direktor des Institutes, Prof. Artie P. Hatzes aus Texas, nimmt seine Arbeit auf.
Planetenjäger Prof. Dr. Artie P. Hatzes
Sommer 2000
 
  Der Fußboden in der Kuppel wird saniert.
Kuppel-Bilder 
Ende Okt 2000

  CCD-Kamera für Echelle-Spektrograf im Coudé-Modus in Betrieb genommen
EEV-Chip 2kx2k (13.5 μm2 Pixelgrösse). 
Jan 2001
 

  Inbetriebnahme des Klimadatenerfassungssystems ISM 111 und des daran angeschlossenen Klimarechners.
Beginn der Wetterdaten-Aufzeichnung (Temperatur, Luftfeuchte, Taupunkt) rund um das Teleskop und die Kuppel. Wetterhaus 
2001   Die "Außenhaut" der Kuppel wird teilweise erneuert.
Feb-Jun 2001

  Stabilitätsmessung am Deklinationsspiegel und daraus folgend eine konstruktive Änderung der Spiegelaufhängung 
Mai-Okt 2001

  Sanierung der Elektroanlage des Kuppelgebäudes sowie der Aussenfassaden von Wissenschaftler-Arbeitsgebäude, Gästehaus und Eingangsbereich. 
Aug 2001    Der Kuppel-Spaltschieber wird überholt. 
Okt 2001    Beginn der Teleskop-Automatisierung: Erste vom Beobachterraum gesteuerte Fernbedienungen des 2m-Teleskops im echten Beobachtungsbetrieb ( 1, 2 ).
12.11.2001   Erweiterung des Internetzugangs mittels Glasfaserleitung auf 34 Mbit/s (G-WiN, TU Ilmenau). 
2002   Verspiegelung des M2, M4 und eines Collimatorspiegels 
Aug 2002



  Erweiterung des Wetterdatenerfassungssystems um die Temperaturmessplätze Gitter, Grism und Jodzelle im Spektrografenraum sowie die Erfassung von Windrichtung, Windgeschwindigkeit und Windspitzen 18 m über Grund vor dem Kuppelgebäde. Ausserdem: Installation eines Niederschlagsmessers.
Windmast-Bilder 
Sep 2002


  Inbetriebnahme eines im Hause konstruierten und gefertigten Filterrades mit 8 Filterplätzen und einer Filtergrösse von 70x70 mm
Filterrad mit 4k×4k Dewar
2002

  Erster Testeinsatz des 4kx4k-Chip-Dewars.
Dewar 4k×4k 
Jan 2003   Der Arbeitsbühnenaufzug wird durch einen hydraulischen Auffangdämpfer gesichert. 
Feb 2003   Inbetriebnahme des Belichtungsschwerpunkt-Messgerätes für die Beobachtung am Echelle-Spektrografen. 
Mrz 2003

  Reparatur der 3 t Kuppel-Seilzuganlage.
Seilzuganlage 
Mai 2003 


  Reflexionsmessungen am 2m-Spiegel.
Festlegung der Messpunkte auf dem Spiegel mittels eines projizierten Gitters
Durchführung der Reflexionsmessung 
Herbst 2003


  Erweiterung der Automatisierung des Beobachtungsbetriebes durch Schaffung einer automatischen Kuppelsteuerung; basierend auf 360 Barcode-Etiketten, die an der Kuppelinnenwand angebracht wurden und letztlich die aktuelle Kuppelspalt-Position liefern. 
2004

  Test des Zeeman-Adapters am Teleskop.
Zeeman-Adapter (schwarz) am Gabelholm des 2m-Teleskops 
Dez 2004 


  Implementierung einer einheitlichen Zentrierroutine an der TV-Leiteinrichtung für alle vorfügbaren Teleskop-Modi (Schmidt, Coude, Nasmyth, Zeeman).
TV-Leit-Monitor 
Dez 2004


  Beginn der Bau-Massnahmen für den Sockel der kleinen Kuppel des 30cm Tautenburg Exoplanet Search Telescope (TEST)
Baubeginn kleine Kuppel 
2005

  Vorbereitende Massnahmen, um das Seeing am 2m-Teleskop weiter zu verbessern:
Wärmebildaufnahmen in der Kuppel und am Teleskop. 
Apr-Mai 2005    Montage von Sicherheitsvorrichtungen für den Teleskopumbau. 
Apr 2005

  Aufstellung der Baader-Kuppel und des 30cm-TEST.
TEST
28.10.2005    01:50 MESZ: First light des TEST-Teleskops
07./08.11.2005

  Ausbau des Hauptspiegels zur Neubelegung bei Carl Zeiss Jena.
Spiegelausbau 2005
01.02.2006         Einrichtung einer Messstelle zur Registrierung der Helligkeit des Himmelshintergrundes.
Herbst 2006   Reparatur eines der vier elektrisch betriebenen Laufrollenwagen der Kuppel.
Herbst 2007    Das TEST-Teleskop geht in den automatischen Betrieb.
Dez 2007   Auftrag für das neuartige Radioteleskop LOFAR (LOw Frequency ARray)
Jan 2008    Vermessung des LOFAR-Geländes.
Feb-Sep 2008   Rodung der Bäume für den Bau der LOFAR-Antennen und Aufforstung des Baumbestandes an anderer Stelle
Okt 2008   Ebnung des LOFAR-Feldes
Nov 2008   Absteckung des ersten 96 LOFAR-Antennenpositionen sowie Verlegung der Kabel
Dez 2008   Aufbau des LOFAR-Kontrollcontainers und der Antennen.
Dez 2008   Ausstattung des TEST-Teleskops mit einem Filterrad
04. 04. 2009   "Licht aus" in der Stadt Jena
Apr 2009   Anlieferung und Inbetriebnahme der LOFAR-Technik
Jun 2009   Spiegelausbau
Jul-Aug 2009    Kuppelrekonstruktion
24. 10. 2009   Lange Nacht der Sterne 2009 (Premiere!)
Aug-Okt 2009   Aufbau des High-Band-Antennen-Feldes (HBA) für LOFAR
Jan 2010

  Inbetriebnahme einer schnellen Datenleitung (3.4 Gigabit/s) nach Groningen/Holland und erste gemeinsame radioastronomische Beobachtungen mit ausgewählten 600 km entfernten holländischen LOFAR-Stationen. 
Okt 2010   50 Jahre Karl-Schwarzschild-Observatorium Tautenburg - Feierstunde am 19. Oktober 2010


  Seit 1992: Thüringer Landessternwarte Tautenburg.
Aus diesem Anlass: Jubiläums-Symposium auf den Dornburger Schlössern zum Thema 
    "Grosse Wissenschaft mit kleinen Teleskopen"
Die Rolle von 2-4m-Teleskopen im Zeitalter der grossen und extrem grossen Teleskope. 
13. 11. 2010    Lange Nacht der Sterne 2010
20.10. 2012          Lange Nacht der Sterne 2012: Bilder, Video
26. 05. 2013   Tag der offenen Tür 2013
Sommer 2013   Sommerschule 2013
30. 10. 2014   Lange Nacht der Sterne 2014
07. 06. 2015   Tag der offenen Tür 2015
03. 12. 2015   TEST-Neuaufbau
Frühjahr 2016   Frühjahrsschule 2016
09. 05. 2016   Merkur-Transit, Video von Dr. Jochen Eislöffel
    Faszination Merkur-Transit, MDR-Thüringen-Journal
09.10.2016   Lange Nacht der Sterne 2016
Januar 2017   Neuer Kontrollraum
März 2017   Das Institut für Geowissenschaften der FSU Jena stellt auf dem Lofar-Gelände einen Feinstaub-Sammler auf.
11.06.2017   Tag der offenen Tür 2017