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Objekte des Sonnensystems und atmosphärische Phänomene

Kleiner Planet Tautenburg C/2001 Q4 NEAT Churyumov-Gerasimenko Hyakutake HaleBopp Benett Erdmond Laserstrahl Thunderstorm Aurora Borealis

Kleiner Planet Tautenburg
Der Kleine Planet Tautenburg (Planetoid Nr. 2424) ist der erste in Tautenburg entdeckte Asteroid, der vom Minor Planet Center numeriert wurde. Planetoiden sind auf langbelichteten Aufnahmen leicht anhand ihrer Strichspur erkennbar, die sie infolge ihrer Bewegung relativ zu den Sternen während der Belichtung verursachen. Auf Tautenburger Photoplatten der Jahre 1960 bis 1995 wurden mehr als 5000 Kleinplaneten gefunden und vermessen. Davon waren mehr als 3100 neue Objekte. Bis jetzt wurden davon 523 Objekte definitiv bezeichnet und numeriert (Stand: 24.10.2006). Solche absolut gesicherten Objekte dürfen vom Entdecker benannt werden. An den größten Teil der numerierten Tautenburger Objekte wurden bereits Namen vergeben.
Die Aufnahme entstand am 2. November 1973 um 22:21-23:06 MEZ. Der gezeigte Bildausschnitt umfaßt lediglich 0.06% der Gesamtfläche der Photoplatte. Die Galaxie im unteren Bildteil ist PGC 5342, eine Balkenspiralgalaxie 16. Größenklasse in einer Entfernung von rund 700 Millionen Lichtjahren. Die Bildgröße beträgt 0.073° x 0.094° (4.4' x 5.6').


Bild mit höherer Auflösung:
0.5" x 0.5" pro Pixel (63 kB)


C/2001 Q4 NEAT
Der Komet C/2001 Q4 NEAT wurde mit der CCD des Tautenburger Schmidtteleskops am 20.5.2004 beobachtet. Bei seiner Entdeckung am 24.8.2001 war dieser langperiodische Komet mit 10.1 AE noch sehr weit von der Sonne entfernt (jenseits der Saturn-Bahn). Anschließend näherte er sich der Sonne bis auf 0.96 AE (15.5.2004) und erreichte in diesem Zeitraum eine Helligkeit dritter Größe. Damit war er im Maximum etwa 25mal lichtschwächer als Hale-Bopp. Der Durchmesser des Kometenkerns wird auf 5-10 km geschätzt, ähnlich groß wie der Kern des Kometen Halley. Der strahlenartige Plasmaschweif (im Bild rechts nach unten) erreichte im Mai 2004 eine Maximallänge von etwa 6-7 Mio. km. Außerdem zeigt das Bild deutlich die ausgedehnte Gashülle symmetrisch um den Kern, deren Lichtemission hauptsächlich von gasförmigem Kohlenstoffverbindungen stammt. Die Abbildung enthält vier Farbbilder, erstellt aus unterschiedlichen Kombinationen von vier Einzelaufnahmen, die mit den Filtern B (blau), V (gelbgrün), R (rot) und I (infrarot) gewonnen wurden. Die Belichtungszeiten betrugen jeweils etwa eine Minute pro Einzelbild. Jedes der vier Bilder ist 0.17° x 0.17° (10.4' x 10.4') groß.


Bild mit höherer Auflösung:
1.25" x 1.25" pro Pixel (159 kB)


Churyumov-Gerasimenko
Der Komet 67P/Churyumov-Gerasimenko wurde im Rahmen der Kooperation mit einer Forschungsgruppe des DLR beobachtet. Er ist sehr lichtschwach und wurde 36 Minuten im Rot-Filter belichtet, um schwache Strukturen erkennbar zu machen. Zum Vergleich: Der Kern des populären Kometen Hale-Bopp hat einen 17mal größeren Radius (~34 km), und der Komet war etwa eine Million mal heller. Die Bildgröße beträgt 0.19° x 0.19° (11.6' x 11.6').
Der hier gezeigte Komet ist das zur Zeit wahrscheinlichste neue Ziel der europäischen Weltraummission Rosetta. Die Aufnahme vom 27. März 2003 zeigt den Kometen in 2.6 AE Abstand von der Sonne und 1.7 AE Abstand von der Erde. Aufgrund der Eigenbewegung des Kometen sind die Sterne zu Strichspuren in die Länge gezogen. Während der Beobachtung entfernte sich der Komet von der Sonne. Bei der übernächsten Annäherung an die Sonne im Jahr 2015 könnte er von der Rosetta-Sonde begleitet werden. Von ihr erhofft man sich Erkenntnisse über Zusammensetzung und Eigenschaften des Kometen. Diese werden es erlauben, Rückschlüsse auf die Entstehungsgeschichte des Sonnensystems zu ziehen.


Bild mit höherer Auflösung:
1.6" x 1.6" pro Pixel (48 kB)
0.8" x 0.8" pro Pixel (260 kB)


Hyakutake
Der Komet Hyakutake, entdeckt am 30.1.1996, wurde in Tautenburg am 26.3.1996 beobachtet. Einen Tag zuvor erreichte er mit 0.10 AE seine größte Annäherung an die Erde. Damit ist Hyakutake einer der Kometen, die der Erde am nächsten gekommen sind. Der Kern des Kometen hat einen Radius von nur 2.4 km. Durch seine geringe Entfernung zur Erde erreichte er trotzdem eine Helligkeit von 0 Größenklassen. Dies entspricht der maximalen Helligkeit des Planeten Saturn. Der Kometenkern ist auf dem Bild deutlich sichtbar von einer diffusen Koma umgeben, die zum Großteil aus Cyanid besteht. Aufgrund seiner exzentrischen Bahn wird Hyakutake für fast 30000 Jahre nicht mehr in die Nähe der Sonne kommen. Die Aufnahme wurde im Blau-Filter gewonnen, die Belichtungszeit betrug 15 Minuten.


Größeres Bild: (118 kB)


HaleBopp
Der Komet Hale-Bopp, hier in einer Aufnahme vom 8.4.1997, war der spektakulärste und aktivste Komet seit dem 18. Jahrhundert. Anfang April 1997 erreichte er mit 1.4 AU seine größte Annäherung an die Erde. Hale-Bopp hat einen Kernradius von ca. 35 km. Deshalb war er trotz der wesentlich größeren Entfernung 1.6mal heller als Hyakutake. Der Schweif von Hale-Bopp hatte am Himmel eine Länge von 20 Grad. Dies entspricht 150 Millionen Kilometern oder der Entfernung Erde-Sonne. Genau wie Hyakutake wird Hale-Bopp für lange Zeit nicht mehr in die Nähe der Sonne kommen. Entdeckt wurde er in unabhängigen Beobachtungen von den Amerikanern Alan Hale und Thomas Bopp am 23.7.1995. Langperiodische Kometen wie Hale-Bopp entstammen der Oortschen Wolke, einem sphärischen Reservoir an Kometenkernen, das unser Sonnensystem in einer Entfernung von zehn- bis einhunderttausend AE umgiebt. Das Bild wurde im Ultraviolett-Filter aufgenommen, die Belichtungszeit betrug 18 Minuten.


Größeres Bild: (75 kB)


Benett
Im April 1970 wurde der Komet Bennett beobachtet. Zu diesem Zeitpunkt war er 0.94 AE von der Erde und 0.77 AE von der Sonne entfernt. Seine Helligkeit betrug 3.5 Größenklassen, 40mal schwächer als Hale-Bopp im Maximum. Das Bild zeigt Bennett im Ultraviolett-Filter auf einer 30 Minuten belichteten Aufnahme. Bennett wurde am 28.12.1969 bei einer Helligkeit von 8.5 Größenklassen entdeckt; danach wurde er rasch heller und wieder schwächer. Deutlich erkennbar ist ein strukturierter, gerader Plasmaschweif, der durch Wechselwirkung von Kohlenmonoxid-Ionen mit dem Sonnenwind entsteht. Das Kohlenmonoxid wird durch Sublimation gefrorenen Materials bei der Annäherung an die Sonne freigesetzt. Die Tatsache, daß Kometen noch gefrorenes Kohlenmonoxid enthalten, zeigt, daß sie sich seit ihrer Entstehung sehr wenig verändert haben. Darum sind sie als Überreste aus der Zeit der Entstehung des Sonnensystems von großem Interesse.


Größeres Bild: (94 kB)


Mond
Der Erdmond fünf Tage vor Vollmond. Der große Einschlagkrater in der Bildmitte nahe der Schattengrenze (Terminator) ist der Kopernikus-Krater, er hat einen Durchmesser von 97 km und eine Tiefe von 3.8 km. An den Polen (oben und unten) sind weitere große Einschlagkrater erkennbar. Die dunklen Flächen werden als Mare (Meere) bezeichnet, bei ihnen handelt es sich um mit erkalteter Mondlava gefüllte Gebiete. Diese Aufnahme entstand am 15.01.1962 im Zuge der Erprobung des Teleskops. Die Bildgröße beträgt 0.43° x 0.52 °.


Bild mit höherer Auflösung:
3" x 3" pro Pixel (39 kB)


Laserstrahl
Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Teramobil-Projekt wurde im Februar 2002 der Strahl eines Lasers (Spitzenleistung 5 Terawatt, minimale Pulslänge 70 Femtosekunden) beobachtet. Wenn sich derartige Laserpulse in der Erdatmosphäre ausbreiten, bilden sich durch eine Balance von Selbstfokussierung und Plasmazerstreuung haardünne Filamente mit hoher Intensität und Längen von einigen hundert Metern. Während der eigentliche Laser im Roten strahlt (800nm), verbreitert sich das Laserspektrum in den Filamenten vom ultravioletten bis zum infraroten Licht (250nm bis 4000nm). Mit diesem Laser in Verbindung mit einem leistungsstarken Teleskop sind genaue Untersuchungen der Erdatmosphäre möglich. Die Bildgröße beträgt 0.55° x 0.55°.


Bild mit höherer Auflösung:
2.5" x 2.5" pro Pixel (25 kB)
1.25" x 1.25" pro Pixel (98 kB)
Laserstrahl
Das obere Farbbild ist eine Kombination von CCD-Aufnahmen in den Farben blau, rot und infrarot. Die Struktur in der Mitte des Bildes entsteht durch Wechselwirkung des Laserstrahls an zwei Wolkenschichten in 6 und 7.5km Höhe. Um zu verdeutlichen, welche Strukturen der Laser in der Atmosphäre erzeugt, wurde im unteren Bild der blaue Anteil verstärkt. Man erkennt einen blauen Halo rings um den eigentlichen Laserstrahl. Für eine bessere Sichtbarkeit wurden die Sterne aus der Aufnahme entfernt. Die Bildgröße beträgt 0.55° x 0.55°.


Bild mit höherer Auflösung:
2.5" x 2.5" pro pixel (40 kB)
1.25" x 1.25" pro pixel (234 kB)


Thunderstorm
Gewitter in Tautenburg. (Autor: Christian Högner).


Größeres Bild (940 kB)
Thunderstorm


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Thunderstorm


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Aurora Borealis
Nordlichter. (Author: Christian Högner) .


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Aurora Borealis


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